AED: Alles, was du über automatisierte externe Defibrillatoren wissen musst
In Deutschland trifft es jährlich rund 120.000 Menschen völlig unerwartet außerhalb eines Krankenhauses: ein plötzlicher Herzstillstand – und nur jeder Zehnte überlebt.1 Es ist kein Geheimnis, dass die Überlebenschancen ohne schnelle Wiederbelebungsmaßnahmen drastisch sinken, denn in derartigen Notfällen zählt jede Sekunde. Doch viele Laien wissen nicht, dass oft ein automatisierter externer Defibrillator (AED) in Reichweite ist – ein Gerät, das in den entscheidenden Minuten vor Eintreffen des Rettungsdienstes lebensrettend sein kann.
Was sind AEDs und weshalb sind die Geräte so wichtig?
Ein Herzstillstand kann viele Ursachen haben und nicht nur die Folge verschiedener Herzerkrankungen sein, sondern auch durch eine akute Lungenembolie oder etwa Schlaganfälle, Vergiftungen oder Unfälle ausgelöst werden. Doch obwohl Hilfe oft nicht weit entfernt ist, gilt der Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb eines Krankenhauses als die dritthäufigste Todesursache in Deutschland.2 Bei derartigen medizinischen Notfällen greift die sogenannte Rettungskette, auch als „Überlebenskette“ bekannt. Hierbei handelt es sich um ein internationales Konzept mit lebensrettenden Maßnahmen. Jedes einzelne Glied dieser Kette (lebensrettende Sofortmaßnahmen, weitere Maßnahmen, Rettungsdienst, Krankenhaus) trägt entscheidend zum Ausgang eines Notfalls bei.
DGUV-Information zu Erste-Hilfe-Maßnahmen – als PDF downloadbar
Bei einem Herzstillstand umfasst das erste Glied der Kette, also die lebensrettenden Sofortmaßnahmen, die folgenden drei Schritte:
- Absicherung: Um sich selbst sowie gegebenenfalls andere Anwesende vor Verletzungen zu schützen, sollten Unfallstellen stets abgesichert und alle Personen aus der Gefahrenzone gebracht werden.
- Alarmieren des Rettungsdienstes: Sobald die Unfallstelle abgesichert ist, solltest du – oder eine andere anwesende Person – dafür sorgen, dass ein Notruf abgesetzt wird, damit schnellstmöglich professionelle Hilfe kommt.
- Herz-Lungen-Wiederbelebung: Durch eine sofortige Herzdruckmassage wird die Blutzirkulation aufrechterhalten, sodass weiterhin Sauerstoff zu lebenswichtigen Organen transportiert wird. Hier kann zudem ein rechtzeitig ausgelöster Schock durch einen Defibrillator der entscheidende Schritt sein, um den Kreislauf zu stabilisieren.
Da bei Notfällen in der Öffentlichkeit meist weder konventionelle Defibrillatoren noch Ärzte in unmittelbarer Nähe sind, spielen AEDs eine Schlüsselrolle, um bei einem Herzstillstand Hilfe leisten zu können: Die kompakten tragbaren Geräte erkennen Herzrhythmusstörungen eigenständig und können das Herz durch gezielte elektrische Impulse kurzzeitig „zurücksetzen“, sodass es wieder in seinen normalen Rhythmus gelangen kann.
Der Unterschied zwischen AEDs und regulären Defibrillatoren
Der Hauptunterschied zwischen den Geräten besteht darin, dass ein regulärer Defibrillator ausschließlich von medizinischem Fachpersonal verwendet wird, da er manuell eingestellt werden muss. AEDs hingegen sind so entwickelt worden, dass sie auch von Menschen ohne Medizinkenntnisse bedienbar sind.
Automatisierte externe Defibrillatoren (AEDs):
- Speziell für die Anwendung durch Laien konzipiert
- Automatische Analyse des Herzrhythmus
- Klare visuelle und akustische Anweisungen; je nach Modell eigenständige Ausführung des Schocks
Manuelle Defibrillatoren:
- Einsatz nur durch medizinisches Fachpersonal
- Manuelle Analyse des Herzrhythmus (erfordert Kenntnisse zu EKG und Defibrillationstechnik)
- Entscheidung über Notwendigkeit und Parameter der Schockabgabe liegen beim Anwender
AEDs können bei der Reanimation ausschlaggebend für das Überleben der Betroffenen sein. © Pixabay
Für Laien konzipiert: So funktionieren AEDs
Bei den lebensrettenden Geräten handelt es sich regelrecht um kleine Technikwunder: Sobald ein AED eingeschaltet wird, leitet er die Helfenden mit klaren Anweisungen durch jeden Schritt des Einsatzes – oft sowohl visuell als auch mit Sprachanweisungen. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die Herzdruckmassage nicht unterbrochen werden darf, um beispielsweise einen automatisierten externen Defibrillator zu holen. Daher kann das Gerät nur eingesetzt werden, wenn mindestens zwei Helfer anwesend sind.
AEDs werden genau wie reguläre Defibrillatoren direkt auf der Haut des Betroffenen angebracht. Daher ist es in einem ersten Schritt notwendig, die Brust freizulegen und die Elektroden-Pads dort an den entsprechenden Stellen zu platzieren: Eine Elektrode sollte dabei idealerweise unterhalb des rechten Schlüsselbeins sitzen, während das andere Pad an die linke Brustseite (etwa eine Handbreit unterhalb der Achselhöhle) gesetzt werden sollte. In der Regel ist auf einer auf dem Gerät angebrachten Grafik zu sehen, wie die sogenannten Paddles korrekt sitzen.
Die Elektroden sind direkt mit dem Gerät verbunden und beginnen nach dem korrekten Anbringen sofort, den Herzrhythmus zu analysieren. Zudem überwachen sie die Herzaktivität während der gesamten Rettungsmaßnahme. Erkennt das Gerät eine lebensbedrohliche Rhythmusstörung, fordert es die Ersthelfer dazu auf, einen Schock auszulösen, um dadurch den natürlichen Rhythmus des Herzes wiederherzustellen. Die Besonderheit hierbei: Der AED ist so programmiert, dass er nur dann eine Defibrillation zulässt, wenn es medizinisch tatsächlich erforderlich ist. Daher musst du keine Angst haben, etwas „falsch“ zu machen.
Je nach Modell gibt das Gerät den Schock auch selbstständig ab. Da im Moment der Defibrillation niemand in Kontakt mit dem Betroffenen sein darf, geben die Geräte in der Regel Hinweise, wann die Herzdruckmassage begonnen bzw. unterbrochen werden sollte. Dennoch solltest du sicherheitshalber auch mit den anderen Helfern kommunizieren, also einen sehr kurzen Sicherheitscheck durchführen, um zu garantieren, dass im Moment des Schocks niemand den Patienten berührt.
Wenn du tiefer in die Thematik eintauchen möchtest, findest du in unserem Artikel „Wie funktioniert ein AED?“ detailliertere Informationen. In dem folgenden Video der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. bekommst du aber bereits einen ersten Eindruck davon, wie AEDs angewendet werden.
Lebensretter AED – die verschiedenen Einsatzgebiete
Theoretisch kann es natürlich jederzeit und überall zu medizinischen Notfällen kommen. Doch insbesondere an Plätzen, an denen sich viele Menschen aufhalten oder ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Notfälle besteht, sollten die Geräte vorhanden sein. In einigen Regionen mangelt es jedoch stark an der Bereitstellung von PADs, also öffentlich zugänglichen AEDs, was das Ärzteblatt bereits 2022 exemplarisch für Berlin aufgezeigt hat.3 Wichtig ist neben einer breiten Verfügbarkeit jedoch auch, die vorhandenen AED Standorte in der Nähe überhaupt zu kennen. Seiten wie beispielsweise Definetz.Online ermöglichen es daher, herauszufinden, wo du die Geräte in deiner Umgebung findest.
Mittlerweile sind sie tatsächlich häufig an öffentlichen Plätzen zu finden, darunter etwa
- Einkaufszentren,
- Flughäfen,
- Bahnhöfe und
- Veranstaltungsorte.
Dort kommen tagtäglich Hunderte bzw. teils Tausende Menschen zusammen, was die Wahrscheinlichkeit für medizinische Notfälle wie einen Herzstillstand entsprechend erhöht. Da in einer solchen Situation jede Sekunde zählt, sind automatische externe Defibrillatoren hier mitunter ein entscheidender Faktor, um rechtzeitig helfen zu können.
Auch in vielen Unternehmen sind bereits AEDs platziert. Die Sicherheit der Mitarbeiter sollte stets an erster Stelle stehen, und mit der Bereitstellung lebensrettender Geräte bringen Arbeitgeber auch eine gewisse Fürsorge gegenüber ihrer Angestellten zum Ausdruck. Viele Betriebe führen in gewissen Abständen ohnehin kleine Kurse für Notfallsituationen durch. Hier können die Geräte direkt mit eingebunden werden. Denn auch wenn AEDs speziell für Laien konzipiert sind, kann es nicht schaden, im Zuge einer kurzen Schulung sicherzustellen, dass alle Angestellten Erste Hilfe mit Defibrillator leisten können.
Darüber hinaus sollten AEDs auch in Sportstätten wie Fitnessstudios, Schwimmbädern und Stadien nicht fehlen – schließlich kann körperliche Anstrengung das Herz zusätzlich belasten, was insbesondere bei Menschen mit bisher nicht-diagnostizierten Herzproblemen gefährlich werden kann. Auch hier entscheidet ein solches Gerät vor Ort im Ernstfall mitunter über Leben und Tod. Dies zeigte sich beispielsweise im Februar 2020, als der Einsatz eines AEDs dem kanadischen Eishockeyspieler Jay Bouwmeester das Leben rettete.
Da die kleinen Technikwunder die Möglichkeit bieten, innerhalb weniger Sekunden die ausschlaggebende Hilfe zu leisten – und weil die AED Anwendung sehr einfach ist –, ist die Platzierung nahezu überall sinnvoll:
- Kindergärten und Schulen
- Altenheime
- Hotels und Restaurants
- Komplexe Wohnanlagen
Doch wusstest du, dass 70 % der Herz-Kreislauf-Stillstände zu Hause auftreten? 4 Daher kann ein AED häufig auch im häuslichen Umfeld sinnvoll sein, insbesondere bei Personen mit bekannten Erkrankungen oder einem erhöhten Risiko für diese.
Generell gilt insbesondere für öffentliche Plätze und Einrichtungen: Je mehr Geräte verfügbar sind, desto größer ist die Chance, im Ernstfall vor Eintreffen des Rettungsdienstes helfen zu können. Die Investition in die Sicherheit kann hier nicht nur Leben retten, sondern vermittelt auch ein Gefühl von Verantwortung und Fürsorge.
Empfehlungen zur Platzierung
Laut der American Heart Association sollte ein AED bestenfalls so positioniert werden, dass er innerhalb von drei Minuten erreichbar und einsatzbereit ist, um zu gewährleisten, dass der Schock rechtzeitig ausgelöst werden kann.5
Die wichtigsten Kriterien für die Platzierung sind:
- Gute Sichtbarkeit: Die konkreten AED Standorte sollten mit einem Defibrillator-Symbol gekennzeichnet sein.
- Leichte Zugänglichkeit: Der Zugang darf nicht durch Möbel oder andere Gegenstände versperrt sein.
- Zentrale Lage: Besonders in großen Gebäuden oder Arealen ist es sinnvoll, die Geräte an einem zentralen Platz aufzubewahren, um wertvolle Zeit zu sparen.
Öffentlich zugängliche AEDs werden in der Regel in Wandkästen o. Ä. aufbewahrt, die über eine Sichtscheibe verfügen. Dadurch kann bereits mit einem Blick geprüft werden, ob das Gerät funktionstüchtig ist. An Plätzen im Freien ist darüber hinaus ein wetterfestes Gehäuse wichtig, weil starke Temperaturschwankungen die Technik beeinflussen könnten.
Rechtliche Vorschriften zu AEDs
Zwar sind die lebensrettenden Geräte erwünscht, um bei einem Herzstillstand Hilfe leisten zu können, aber dennoch gibt es im DACH-Raum bislang keine gesetzliche Pflicht, sie bereitzustellen.
Deutschland
Der Rettungsdienst braucht laut dem Deutschen Rat für Wiederbelebung (GRC) im Schnitt 9 Minuten, doch obwohl auch die Bundesärztekammer schon seit fast zwei Jahrzehnten automatisierte externe Defibrillatoren für Laien empfiehlt6, liegt die Entscheidung zur Anschaffung der Geräte in Deutschland im Ermessen der jeweiligen Institutionen bzw. Arbeitgeber. Einige Bundesländer haben zwar gewisse Richtlinien herausgegeben, aber ebenso wie etwa bei Arbeitsstättenverordnungen handelt es sich hierbei in der Regel nur um Empfehlungen.
Österreich
Auch in Österreich besteht keine generelle Pflicht zur AED-Bereitstellung, jedoch wird die entsprechende Ausstattung in öffentlichen Einrichtungen empfohlen. Die Stadt Wien beispielsweise hat die Relevanz der Geräte erkannt und hält auf ihrer Website nicht nur alle zugänglichen AEDs in einem Stadtplan fest, sondern weist auch darauf hin, dass die sogenannten Defi-Säulen sich bei Entnahme mit der Notrufzentrale der Wiener Berufsrettung verbinden, sodass direkt ein Notruf abgesetzt wird.
Schweiz
In Zürich trifft die Ambulanz durchschnittlich binnen 10 Minuten ein7, doch ebenso wie in Deutschland und Österreich gibt es auch hier keine gesetzlichen Vorgaben zur Bereitstellung von AEDs in Unternehmen oder öffentlichen Räumen. Allerdings wird die Verbreitung der Geräte durch den Swiss Resuscitation Council (SRC) empfohlen, der auch eine „Nationale Überlebensstrategie bei Kreislaufstillstand“ herausgegeben hat, die AEDs umfasst.
In unserem Artikel „Ist ein AED Pflicht?“ befassen wir uns noch genauer mit den Vorgaben und Richtlinien zu den Geräten.
Laut einer vom BVMed beauftragten Umfrage wünschen sich Deutsche mehr Aufklärung.
Einen AED kaufen – was ist zu beachten?
Auch wenn die Geräte speziell für eine einfache Handhabung konzipiert sind: Beim Kauf eines automatisierten externen Defibrillators ist es ratsam, verschiedene praktische und mitunter auch finanzielle Aspekte zu berücksichtigen.
- Einsatzbereich definieren:
Soll der AED für öffentliche Plätze, Unternehmen oder für den privaten Haushalt angeschafft werden? Je nach Standort ist es ratsam, auf robuste und wetterbeständige Modelle zurückzugreifen und gegebenenfalls zu prüfen, ob bestimmte Schutzklassen (z. B. Staub) zu berücksichtigen sind. - Gerätetyp auswählen:
Es gibt halbautomatische und vollautomatische Halbautomatische Geräte analysieren den Herzrhythmus und fordern den Anwender auf, den Schock manuell auszulösen. Vollautomatische AEDs führen die Analyse ebenfalls durch, geben den Schock jedoch eigenständig ab. - Benutzerfreundlichkeit prüfen:
Auch wenn die Geräte generell sehr intuitiv gestaltet sind, ist es ratsam, sich vor der Anschaffung zu versichern, dass die Sprachanweisungen und visuellen Hilfen verständlich und die Bedienung sehr einfach sind – dies ist insbesondere dann relevant, wenn die Menschen, die im Ernstfall handeln müssen, nicht im Umgang mit den Geräten geschult sind. Wenn du einen AED kaufen möchtest, achte daher auf klare Anweisungen und darauf, dass alle Details gut sichtbar sind. - Kostenvergleich:
Abhängig von deinem Budget kann es zudem wichtig sein, die Preise zu vergleichen. Dass die Kosten je nach Modell stark variieren und von etwa 1.000 bis hin zu über 4.000 Euro liegen können, zeigt bereits, dass es teils große Unterschiede gibt. Einige Geräte verfügen über hochauflösende Farbdisplays, umfangreiche EKG-Funktionen, eine Hochleistungsbatterie oder haben eine USB-Schnittstelle für Datenaufzeichnungen integriert. Gerade wenn es um kleinere Betriebe, Vereine oder eine Privatanschaffung geht, ist es außerdem ratsam, auch eventuelle Folgekosten wie Ersatzteile und Wartung zu berücksichtigen (Pads und Batterie müssen beispielsweise nach einiger Zeit ausgetauscht werden).
Um dir einen noch besseren Überblick zu verschaffen und dir bei der Kaufentscheidung zu helfen, empfehlen wir dir einen Blick in unseren Beitrag „Beste AED-Modelle im Test“.
Erste Hilfe mit Defibrillator – sind Schulungen sinnvoll?
Auch wenn AEDs so entwickelt worden sind, dass Personen weder medizinisches Wissen noch eine Schulung benötigen, um sie sicher zu nutzen: Sind Laien mit einer Notsituation konfrontiert, fühlen sie sich häufig unsicher. Schlimmstenfalls kann die ungewohnte Extremsituation zur Handlungsunfähigkeit führen. Diese Unsicherheiten könnten ein Grund dafür sein, dass in gerade einmal 51,2 % der Fälle eine Reanimation durch Laien begonnen wird – würden sich mehr Menschen eine sofortige Herzdruckmassage zutrauen, könnten jedes Jahr 10.000 zusätzliche Leben gerettet werden.8
Vereine und Organisationen wie die ADAC Stiftung und die American Heart Association weisen zudem darauf hin, dass ein erheblicher Aufklärungsbedarf in der Bevölkerung besteht und viele Menschen nicht wissen, wo sich der nächste AED befindet oder wie er im Notfall angewendet wird.9, 10 Eine gezielte Schulung im Umgang mit AEDs würde daher nicht nur eine Grundlage für eine gewissermaßen etwas routiniertere Handhabung schaffen, sondern auch das Selbstvertrauen von Laien erheblich steigern. Dies wiederum würde wahrscheinlich dazu beitragen, dass auch Menschen ohne jeglichen medizinischen Hintergrund im Ernstfall schneller und entschlossener handeln, was am Ende entscheidend sein kann.
In einigen Erste-Hilfe-Kursen wird auch das Thema AEDs mit angeschnitten, und wenn dein letzter Kurs schon etwas her ist, schadet eine kleine Auffrischung der wichtigsten Hilfsmaßnahmen nicht. Auch sehr kurze, einfache Schulungen umfassen in der Regel bereits die wichtigsten Punkte. So vermitteln sie etwa, wie du einen Herzstillstand erkennen kannst und wie du die Herzdruckmassage korrekt durchführst, um den Blutfluss aufrechtzuerhalten. Es gibt teilweise auch spezielle Einführungen in die AED Anwendung – dort hast du die Möglichkeit, unter realitätsnahen Bedingungen zu üben und lernst auch, die Pads korrekt anzubringen. Zudem werden in einem solchen Kurs meist Sicherheitsaspekte besprochen, die sowohl die Helfer als auch den Betroffenen während der Rettungsmaßnahmen schützen.
Informationen zur Laien-Reanimation als PDF zum Download
Häufige Fragen zum Thema AED
Wie lange hält ein automatisierter externer Defibrillator?
Die Lebensdauer eines AEDs liegt im Schnitt bei 10 bis 15 Jahren. Batterien und Elektroden müssen jedoch regelmäßig (je nach Modell alle paar Jahre) ausgetauscht werden, auch wenn das Gerät selbst noch funktioniert. Die genauen Intervalle sind in der Regel vom Hersteller vorgegeben.
Gibt es Studien, die bestätigen, dass AEDs Leben retten können?
Laut einer Studie aus Dänemark von 2023 erhöhen die Geräte die Überlebenswahrscheinlichkeit um 55 %, wenn die Rettungszeit 4 bis 6 Minuten beträgt.11 Zudem steigern AEDs der Studie zufolge auch die sogenannte 30-Tage-Überlebensrate enorm. Das Deutsche Ärzteblatt bestätigt ebenfalls, dass die Anwendung der Geräte ein „wesentlicher Baustein der Basis-Reanimationsmaßnahmen ist“.12
Kann ein AED auch bei Kindern eingesetzt werden?
Ja, viele moderne AEDs verfügen über spezielle Pads für Kinder. Zudem analysieren die Geräte den Herzrhythmus und geben nur Schocks ab, wenn es medizinisch notwendig ist.
Was passiert, wenn ich versehentlich einen AED einsetze, obwohl es nicht notwendig ist?
Selbst wenn du alle Schritte exakt nach Anweisung durchführst, verhindert die eingebaute Sicherheitsfunktion eine unnötige Schockabgabe, wenn keine lebensbedrohliche Situation vorliegt.
Wie erkenne ich, ob das Gerät funktionsfähig ist?
Die meisten AEDs führen regelmäßig automatische Selbsttests durch. In der Regel zeigt ein grünes Lämpchen die Funktionstüchtigkeit an. Einige Geräte haben für den Fall einer Fehlfunktion auch akustische Signale integriert. Allerdings ist es ratsam, dass du immer mal prüfst, ob die Batterien geladen und die Elektroden nicht abgelaufen sind – die genauen Wartungsintervalle gibt der Hersteller aber vor.
Was passiert nach dem Einsatz eines AED?
Wird das Gerät verwendet, muss es im Anschluss wieder einsatzbereit gemacht werden. Dazu gehört der Austausch der Elektroden und gegebenenfalls das Laden oder Tauschen der Batterie.
Quellen:
1 https://www.grc-org.de/
2 https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/h/herz-kreislauf-stillstand.html
3 https://www.aerzteblatt.de/archiv/oeffentlich-zugaengliche-defibrillatoren-und-soziooekonomische-faktoren-auf-kleinraeumiger-ebene-in-berlin-49bc5bf7-b84d-47d5-af36-c0e809dc4d52
4 https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/h/herz-kreislauf-stillstand.html
5 https://cpr.heart.org/-/media/CPR-Files/Training-Programs/AED-Implementation/Implementing-an-AED-Program-ucm_501521.pdf
6 https://www.bundestag.de/resource/blob/415136/9690bdfdb87d1c068bd98330a161a5d7/wd-3-182-06-pdf-data.pdf?
7 https://rettungskette.ch/neue-studie-bestaetigt-laien-aed-sehr-rasch-ueberlebenswichtig/
8 https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/h/herz-kreislauf-stillstand.html
9 https://stiftung.adac.de/befragung-aed/
10 https://cpr.heart.org/en/resources/cpr-facts-and-stats#:~:text=If%20training%20is%20available%2C%20it’s,employees%20cannot%20locate%20an%20AED
11 https://science.apa.at/power-search/10154592544520502925?
12 https://www.aerzteblatt.de/archiv/ueberleben-nach-laienreanimation-a6976257-6658-4c1d-85e9-c11a9443833e


